Das Persönliche Budget

Mehr Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung – dieses Ziel soll mit dem Persönlichen Budget erreicht werden. Dabei handelt es sich keinesfalls um eine neue Sozialleistung, sondern um eine zusätzliche Form der Leistungsgewährung. Ab 1. Januar kommenden Jahres besteht ein Rechtsanspruch auf Persönliche Budgets. Was zu beachten ist, erklären wir hier:

Was ist überhaupt „Das persönliche Budget“?

Das Persönliche Budget ist ein pauschaler Geldbetrag, mit dem Menschen mit Behinderung sich die von ihnen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft benötigten Leistungen einkaufen können.

Es ist keine zusätzliche oder neue Leistung, sondern eine Alternative zu der bisherigen und auch weiter möglichen Sachleistung.


Warum gibt es das Persönliche Budget?

Menschen mit Behinderung sollen selbst bestimmen, von wem sie welche Unterstützungsleistungen erhalten. Damit wird ihre Eigenverantwortung gestärkt und das Spektrum der individuellen Handlungsmöglichkeiten erweitert. Sie sind nicht nur Empfänger einer Hilfeleistung, sondern Auftraggeber.

Wer kann ein Persönliches Budget erhalten?

Alle Menschen, die infolge einer körperlichen, geistigen oder psychischen Erkrankung behindert oder von Behinderung bedroht sind und Unterstützung benötigen, können ein Persönliches Budget beantragen. Wie schwer die Behinderung ist, spielt keine Rolle. Voraussetzung ist wie bisher der grundsätzliche Anspruch auf Leistungen, etwa der Eingliederungshilfe.

Wofür wird das Persönliche Budget verwendet?

Das Persönliche Budget ist zweckgebunden und dient dazu, benötigte Unterstützungsleistungen zu finanzieren. Diese Leistungen müssen sich auf einen alltäglichen, regelmäßig wiederkehrenden Bedarf beziehen, etwa aus folgenden Bereichen:

Wie erhält man ein Persönliches Budget?

Menschen mit Behinderung oder ihre gesetzlichen Betreuer können zum Beispiel bei ihrem zuständigen Sozialamt einen Antrag auf ein Persönliches Budget stellen. Budgetfähig sind grundsätzlich alle Leistungen der Eingliederungshilfe. Vom Sozialhilfeträger wird dann zu einem Hilfeplangespräch eingeladen. Hier wird gemeinsam mit dem Antragsteller der persönliche Hilfebedarf ermittelt. Dabei werden die Art der Hilfen und der notwendige Stundenumfang geklärt.

Antragsteller und Sozialhilfeträger schließen eine Zielvereinbarung ab. Darin ist festgelegt, wofür das Persönliche Budget verwendet werden soll. Vereinbart wird auch, wie und wann eine Überprüfung stattfindet.

Was ist ein „Trägerübergreifendes Persönliches Budget“?

Bei folgenden Leistungsträgern kann ein Antrag auf das Persönliche Budget gestellt werden:

Besteht ein Persönliches Budget aus Leistungen mehrerer Leistungsträger, handelt es sich um ein Trägerübergreifendes Persönliches Budget. Der Leistungsträger, bei dem der Antrag gestellt wird, schließt mit dem Antragsteller die Zielvereinbarung ab, koordiniert die Leistungen der beteiligten Leistungsträger und stellt die Leistungserbringung „aus einer Hand“ sicher.


Wo gibt es weitere Informationen?

Für Menschen mit geistiger Behinderung

Ute Striewski
Föhrstraße 4a
26725 Emden
Tel.: (0 49 21) 94 88-485
Mobil: (0 171) 31 98-358
E-Mail: u.striewski@obw-emden.de

Für Menschen mit seelischer Erkrankung

Elke Steinmeyer
Brinkmannshof 10
26789 Leer
Tel.: (0 49 21) 39 88-12
Mobil: (01 71) 31 98-124
E-Mail: e.steinmeyer@obw-emden.de