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Emder Zeitung

Datum:

23.05.2017

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Das war der Ossiloop 2017

Viel Lob für neuen Startort Egels-Popens und immer mehr breite Laufwege

Emden - Etwa 3000 ostfriesische Laufsportler haben heute das erste Mal nach drei Wochen wieder einen freien Dienstagabend - der 36. Ossiloop ist gelaufen, keine Etappe mehr vor der Brust. Außer der sogenannten Siebten, die beispielsweise bei der Emder LG üblich ist. Mitte Juni werden die ELGer zusammen sitzen und ihren absolvierten Ossiloop in gemütlicher Runde feiern.

Viele Emder Ossilooper waren auch dieses Mal sehr zufrieden mit dem Lauf . Am Freitag im Ziel, aber auch im Laufe des Wochenendes hörte die Emder Zeitung von vielen Läufern Sätze wie „Es war wieder schön". Schlecht kam allerdings durch die Bank das Wetter weg. Ingo Janssen beispielsweise, der schnellste Emder Ossilooper, fand, dass es eigentlich bei keiner Etappe richtig gut war. Anfangs war es oft sehr kalt, was vor allem vorher unschön war. Auf der 5. Etappe beispielsweise war es dann plötzlich sehr warm - auch nicht ideal. Auf der letzten Etappe ging es eigentlich - wenn dann nicht der nasse Empfang gewesen wäre, das Gros des Felds kam in heftigem Regen ins Jeveraner Ziel.

Gute Kritiken gab es hingegen für den neuen Startplatz der 3. Etappe, der Aurich-Etappe, die in diesem Jahr auf dem Gelände der SG Egels-Popens begann. War Cheforganisator Edzard Wirtjes vor dem Start dieser Etappe noch etwas nervös, weil alles neu und noch unerprobt war. So zog er am Ende eine rundweg positive Bilanz. Alle Etappen seien sehr gut gelaufen, sagte er am Freitag im Ziel. Ihm war an allen Tagen aufgefallen, dass die meisten Läuferinnen und Läufer in diesem Jahr einen sehr entspannten Eindruck auf ihn machten. Positive Kritik gab es auch für die neueren Streckenteile auf den Etappen, die auf breiteren Wegen als auf dem schmalen Ostfriesland-Wanderweg entlang führen. Allerdings hielt sich die Kritik an den schmalen Wegstrecken sehr in Grenzen.

Auffällig ist auch wieder gewesen, dass der Ossiloop sich ständig und nachhaltig verjüngt. Die Einführung einer Schul-Wertung vor einigen Jahren hat sich offensichtlich bewährt. Mit eigenen Schul-Mannschaften, zum Teil mit mehreren, waren folgende Schulen vertreten: Gymnasium Ulricianum Aurich, IGS Aurich-West, Ubbo-Emmius-Gymnasium Leer, Teletta-Groß-Gymnasium Leer, Freie Christliche Schule Ostfriesland, KGS Wiesmoor, Oberschule Kloster Barthe, Seefahrtschule Leer. In Emder Schulen ist der Ossiloop keine Thema, bestätigte auch Nachwuchsläuferin Lena Hambach, die als Tagesläuferin die Auricher Etappe mitlief. Die Emder Schüler schauen aus den Matjeslauf.

Auch die Firmen-Wertung wird nach wie vor gut angenommen. Ganz weit vorne mischt dort seit Jahren die obw Emden mit, die wieder mit vielen Läuferinnen und Läufern am Start war. Allerdings mussten sie sich in diesem Jahr mit dem zweiten Platz zufrieden geben - hinter dem Team Wreesmann Logistik.

Immer mehr wird der Ossiloop zur logistischen Herausforderung. Mittlerweile sind es über 50 Busse, die aus ganz Ostfriesland und darüber hinaus die Läuferinnen und Läufer zu den Startplätzen bringen und vom Zielort nach Hause fahren. Alle Busse am Zielort unterzubringen, ist nicht ganz einfach. Trotz der hohen Zahl an Bus-Teilnehmern gibt es auch noch viele Teilnehmer, die in eigenen Fahrzeugen zu den Etappenorten fahren. Regelmäßig herrscht in den Start und Zielorten in der Stunde vor dem Start dichter Verkehr.

Trotz des teils bescheidenen Wetters haben es sich auch in diesem Jahr vielen Menschen nicht nehmen lassen, ein bisschen vom Ossiloop selber in Augenschein zu nehmen. Dafür sind sie auch aus dem Emder und Norder Raum an die Laufstrecke gefahren. Wann sie das nächste Mal wieder dabei sein können, steht schon fest: Der 37. Ossiloop führt vom 24. April bis 11. Mai 2018 wieder vom Meer nach Leer.

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