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Überschrift

Ostfriesen Zeitung

Datum:

15.05.2017

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100 Einsatzkräfte probten zwei Stunden lang den Ernstfall

SICHERHEIT Angenommen wurde ein Brand in einer Werkstatt der OBW im Emder Stadtteil Friesland

Das Zusammenspiel zwischen den Feuerwehren, dem Roten  Kreuz und dem THW habe gut funktioniert, sagten die Organisatoren.

EMDEN / MÜ - Großalarm in Emden: Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt hat am Sonnabend mit anderen Rettungsorganisationen den Ernstfall geprobt. Angenommen wurde ein ausgedehnter Brand im neuen Werkstattgebäude der Ostfriesischen Beschäftigungs- und Wohnstätten GmbH (obw) im Emder Stadtteil Friesland mit zwölf Verletzten. In der Folge mussten wegen starker Rauchentwicklung auch die knapp 50 Bewohner aus einem benachbarten Wohnheim evakuiert werden.

Rund 100 Leute der sieben Emder Ortsfeuerwehren, der Bereitschaft Emden-Stadt und des Ortsvereins Widdelswehr/ Petkum im Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie des Emder Ortsverbandes des Technischen Hilfswerkes (THW) waren gut zwei Stunden lang im Einsatz. Ausrichter der großangelegten Übung war die Feuerwehr Borssum, die auch ihre Partnerfeuerwehr aus Loppersum eingeladen hatte.

Das Szenario hatten der stellvertretende Borssumer Ortsbrandmeister, Sascha Schmidt, und dessen Gruppenführer Fokke Roll in Zusammenarbeit mit dem Brandschutz- und Sicherheitsbeauftragten der obw, Stefan Thomas, entwickelt. Smidt äußerte sich zufrieden mit dem Verlauf und den Ergebnissen der aus seiner Sicht anspruchsvollen Großübung. Dennoch gebe es „immer etwas, was verbessert werden kann". Dafür mache man solche Übungen auch. Das Zusammenspiel der einzelnen Hilfs- und Rettungsorganisationen habe reibungslos funktioniert. „Das geht Hand in Hand", so Smidt. Während der Übung regnete es zeitweise stark. Das beeinträchtige den Verlauf nicht. „Die Einsatzkräfte stört das nicht", sagte der Borssumer Vize-Feuerwehrchef. Sie seien auch bei Übungen „hoch motiviert".

„Sehr gut geklappt" hat nach Angaben von Smidt auch das Miteinander zwischen Rettungskräften und Betreuern der obw bei der Evakuierung. „Für uns war es wichtig, auch mit behinderten Menschen in Kontakt zu kommen", meinte der Feuerwehrmann. Das sei für die Einsatzkräfte „eine wichtige Erfahrung" gewesen, um im Ernstfall richtig reagieren zu können. Die Bewohner des Wohnheims wurden vorübergehend im Tagesaufenthalt der obw in der Nachbarschaft des Einsatzortes untergebracht.

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